Klinik am Osterbach, Bad Oeynhausen - Neurologie, Psychotherapeutische Medizin und Fachabteilung für Tinnitus
Druckversion vom 15.07.2010
URL: http://www.klinik-am-osterbach.de/wichtige-informationen-fuer-versicherte.html
Wichtige Information für Versicherte:
Zuweisung zu den verschiedenen Therapiegruppen der Abteilung PTH
Sehr geehrte, liebe Versicherte,
es ist uns ein besonderes Anliegen, die Prozesse in unserer Abteilung bereits im Vorfeld Ihrer Behandlung möglichst transparent zu machen und Ihnen wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen, damit Sie für Ihr Anliegen möglichst gut und stimmig von der Rehabilitationsbehandlung in unserer Abteilung profitieren können.
Wie Ihnen vielleicht schon bekannt ist, arbeitet unsere Abteilung nach einem Gruppentherapeutischen Konzept.
Das bedeutet, Sie werden überwiegend in einer Gruppe von Versicherten psychotherapeutisch behandelt und erhalten zusätzlich zur „Fokussierung“, also zur Vertiefung und Ausarbeitung von bestimmten Themenbereichen, Einzeltherapie.
Dementsprechend ist es natürlich therapeutisch sehr wichtig, in welcher Gruppe Sie behandelt werden.
Entsprechend den unterschiedlichen Problemlagen und Störungsbildern der Versicherten, die in unsere Behandlung gelangen, aber natürlich auch der Ausbildung und der besonderen Stärken unserer TherapeutInnen, haben wir unser Konzept so ausdifferenziert, dass unterschiedliche Behandlungsansätze zum Tragen kommen.
Im Rahmen unseres einen Therapieschwerpunktes Psychotraumatologie haben wir mehrere erfahrene TraumatherapeutInnen im Team und bieten spezielle Traumagruppen an.
Andere TherapeutInnen decken mit Ihren spezifischen Ausbildungen und Fähigkeiten andere Therapieschwerpunkte ab, indem sie vorwiegend tiefenpsychologisch fundiert (aber nicht spezifisch traumatherapeutisch), vorwiegend verhaltenstherapeutisch oder integrativ ganzheitsmedizinisch arbeiten.
Die in diesen Gruppen behandelten Störungsbilder sind z.B. Burn–Out, depressive Störungen, Angst– und Panikstörungen, somatoforme Störungen, psychosomatische Störungen im engeren Sinne…
Bei nachgewiesenen Störungen der Persönlichkeitsentwicklung ist es für die Behandlung und Gruppenzuweisung wichtig , ob ein klarer traumatischer Hintergrund besteht (z. B. Borderline-Störung und PTBS bei Traumatisierung in der frühkindlichen Entwicklung ), oder ob eher von einer allgemeinen Störung der Individuationsentwicklung im Rahmen z.B. einer „Familienneurose“ auszugehen ist, wie z. B. ängstlich–vermeidende oder abhängige Persönlichkeitsentwicklungsstörung.
Wir sind bestrebt, Sie anhand der uns vorliegenden Unterlagen möglichst rasch, aber ebenso natürlich möglichst stimmig und therapeutisch sinnvoll in eine für Sie passende Gruppe zu integrieren.
Dementsprechend werden Ihre Unterlagen von der Chefärztin bzw. dem Stellvertretenden Chefarzt nach Eingang in unserer Abteilung sorgfältig durchgesehen. Es wird überprüft , ob Sie Im Rahmen unserer konzeptionellen Möglichkeiten und des therapeutischen Angebotes unserer Abteilung fachlich passend behandelt werden können – wird dies bejaht, was überwiegend der Fall ist – wird ggf. bereits Wochen vor Ihrer Aufnahme die Zuweisung zu einer Therapiegruppe vorgenommen.
Oft erhalten wir sehr aussagekräftige und vollständige Unterlagen, die sogleich eine klare Therapieplanung ermöglichen.
Teilweise sind die Unterlagen aber auch wenig aussagekräftig, unvollständig oder widersprüchlich.
Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang bitten, für Ihren Antrag auf Rehabilitation Ihre gesamte Problematik (auch z.B. eine Traumatisierung) mit Ihrem beantragenden Arzt anzusprechen, bzw. ein Attest von Ihrem Therapeuten beizufügen. Vorgutachten oder andere ausführliche Darstellungen Ihrer Situation und Problematik sind selbstverständlich ebenso außerordentlich hilfreich.
Im Falle unzureichender Unterlagen ist es uns ein besonderes Anliegen, von Ihnen vor der Gruppenzuweisung zusätzliche Informationen zu erhalten, damit wir Ihre Therapie fundiert planen können, was aber nicht immer ohne weiteres umsetzbar ist.
Die bei uns anreisenden Versicherten sind in Folge teilweise überrascht, dass sie nicht der von ihnen gewünschten Gruppe zugeteilt wurden.
Dies kann auch einmal therapeutische Gründe haben, sollte aber auf keinen Fall einer suboptimalen Therapieplanung auf Grund fehlender Informationen entspringen.
Wir sind selbstverständlich bemüht, auch in diesen Fällen einen guten Therapieerfolg durch Anpassung des Settings ,ggf. Gruppenwechsel etc. zu gewährleisten, wenn dies irgend möglich ist.
Teilweise geht dadurch aber wertvolle Therapiezeit verloren.
Unsere Behandlungskonzepte stehen Ihnen als PDF–Datei auf unserer Internetseite zur Verfügung, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich bezüglich der Stimmigkeit der Therapieangebote für Ihr Anliegen zu informieren und sich in guter Weise auf die Behandlung und Rehabilitation in unserem Hause einstellen zu können.
Mit freundlichen Grüssen
und der Hoffnung, durch ein Mehr an Information und Kommunikation,
die Stimmigkeit und Wirksamkeit unserer Rehabilitationsbehandlung weiter zu erhöhen.
Ihre
Dr. Anke Stroop
Chefärztin der Abteilung PTH
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Aktualisiert am 15.07.2010