Die Klinik am Osterbach Bad Oeynhausen ist eine Klinik für Anschlussheilbehandlungen, AHB: Phase D und Postprimäre Rehabilitation, PPR: Phase C. Es gibt die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik, Abteilung für Psychotherapeutische Medizin und eine Fachabteilung für Tinnitus im Stimm- und Sprachheilzentrum.
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Dysphonie (hyperfunktionelle)

Hyperfunktionelle Dysphonie

Die Hyperfunktionelle Dysphonie zeigt sich in einer übertriebenen Kontraktion der Phonations-, Atem-, Artikulations- und Halsmuskulatur, d.h. es wird zuviel muskulärer Aufwand betrieben und eine unökonomische Stimmbildungstechnik resultiert.  

Eine Hyperfunktionelle Dysphonie kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden, wie z.B. Stimmüberlastung, Stimmmissbrauch durch erhöhten Geräuschpegel, Party-Syndrom, Rauchen und Trinken, Sprechen mit schwerhörigen Angehörigen, Singen in zu hoher Lage, Husten und Räuspern infolge mechanischer Belastung der Stimmlippen, schlechter körperlicher Allgemeinzustand, Hörwahrnehmungsdefizite, Stress und berufliche Überforderung.  

Die Symptome einer Hyperfunktionellen Dysphonie zeigen sich in einem rauen, belegten, heiseren, knarrenden und gepressten Stimmklang. Weiter treten Missempfindungen in Hals und Rachen auf. Der Erkrankte beklagt Schluck- und Räusperzwang, Kloß- oder Druckgefühl, vermehrte Schleimbildung, Trockenheitsgefühl, teilweise Schmerzen sowie Kratzen im Hals und Hustenreiz.

Weitere Hinweise, die auf eine Hyperfunktionelle Dysphonie hindeuten, sind harte, knarrende Stimmeinsätze, Hochatmung sowie extreme muskuläre Verspannungen der gesamten Körpermuskulatur, vor allem aber der Gesichts-, Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur.  

Auf der Grundlage der Hyperfunktionellen Dysphonie kann es zur Ausbildung von Stimmlippenknötchen kommen, weshalb umgehend therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Eine operative Entfernung der Knötchen kann auf diese Weise vermieden werden. Zunächst sollte die laute Stimmgebung reduziert werden. Die schädigenden Einflüsse wie Rauchen und Trinken sowie der Räusper- und Schluckzwang sollten eingestellt werden.  

Die Therapie von Hyperfunktioneller Dysphonie erfolgt durch ausgebildete Stimmtherapeuten wie Atem-, Sprech- und Stimmlehrer und Logopäden. Die Stimmtherapie kann ambulant in einer Logopädischen Praxis und/oder stationär in einem Stimm- und Sprachheilzentrum als Stimmrehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden. Gewöhnlich wird mit ambulanter Stimmtherapie begonnen. Sollten sich nach maximal 20 ambulanten logopädischen Therapieeinheiten keine wesentliche Besserung eingestellt haben, ist eine stationäre Stimmheilmaßnahme der hyperfunktionellen Stimmstörung notwendig, um genügend Teilhabe am Alltag und Beruf bezüglich der Kommunikationsfähigkeit wieder aufzubauen. Hierbei ist der Abstand von der Alltagssituation therapeutisch bedeutsam neben den zusätzlichen Möglichkeiten allgemeinkörperlicher Tonusregulierung und psychologischer Therapie sowie dem wichtigen Austausch mit Mitbetroffenen.  

Die speziellen Inhalte einer Stimmtherapie umfassen Aufklärung über stimmhygienische Maßnahmen, die Schulung und Wahrnehmung der Atmung und des Körpers, Entspannungsübungen, Hörtraining sowie Artikulations- und Stimmübungen.    

Wir freuen uns, Sie in unserem Haus begrüßen zu können.

Ihr Team des Stimm- und Sprachheilzentrum in der Klinik Am Osterbach

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Stimm- und Sprachheilzentrum:

Telefon 05731 159-603
Fax 95731 159-704

Email Luecke@Klinik-am-osterbach.de

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