Unter funktionellen Stimmstörungen versteht man ein muskuläres Ungleichgewicht im funktionellen Zusammenspiel der Stimmlippen bei der Stimmgebung. Bei funktionelle n Stimmstörungen kommt zu einem falschen Stimmgebrauch, einer belastenden Stimmerzeugungsmethode, die mit Störungen der Atem-, Phonations- und Artikulationskoordination einhergehen kann.  Die Klinik am Osterbach Bad Oeynhausen ist eine Klinik für Anschlussheilbehandlungen, AHB: Phase D und Postprimäre Rehabilitation, PPR: Phase C. Es gibt die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik, Abteilung für Psychotherapeutische Medizin und eine Fachabteilung für Tinnitus im Stimm- und Sprachheilzentrum.
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funktionelle Stimmstoerungen

Unter funktionellen Stimmstörungen versteht man ein muskuläres Ungleichgewicht im funktionellen Zusammenspiel der Stimmlippen bei der Stimmgebung. Bei funktionelle n Stimmstörungen kommt zu einem falschen Stimmgebrauch, einer belastenden Stimmerzeugungsmethode, die mit Störungen der Atem-, Phonations- und Artikulationskoordination einhergehen kann.  

Funktionelle Stimmstörungen: Symptomatik  

Eine fehlende Feinabstimmung der Stimmlippen beim Sprechen kann bei funktionelle n Stimmstörungen zu Heiserkeit, Sprechanstrengung, Räusperzwang, Atemstörung, Engegefühl im Hals, Fremdkörpergefühl und/oder Verlust der Kontrolle der Sprechstimmlage und/oder Schluckbeschwerden führen.  

Funktionelle Stimmstörungen: Wie entsteht die Krankheit?  

Ursächlich können sich funktionelle Stimmstörungen z.B. nach einem oberen Luftwegsinfekt mit Heiserkeit oder nach Entzündung des Kehlkopfs entwickeln, wenn trotz Heiserkeit weiter gesprochen wird, z.B. als Lehrer oder als Kindergärtnerin weiter gearbeitet wird. Die Sprechtechnik kann jedoch auch durch zu starke Stimmbelastung aus dem Gleichgewicht geraten. Funktionelle Stimmstörungen können sich aus jeder Überlastungssituation heraus entwickeln, sei es z.B. durch Mobbing am Arbeitsplatz, Eheprobleme oder zu viel Sprech- und/oder Singbelastung. 

Funktionelle Stimmstörungen: Übersicht über Diagnostik und Therapie

Der ganzheitliche Therapieansatz bei der Behandlung von funktionelle n Stimmstörungen beruht in unserem Haus auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit von LogopädInnen, Atem-, Sprech- und StimmlehrerInnen, PsychologInnen, Physio,- und SporttherapeutInnen, Yogalehrerin, MasseurInnen, der Chefärztin (Fachärztin für HNO, Phoniatrie und Pädaudiologie) und einer HNO- Ärztin. Sollte es aber notwendig sein, werden wir selbstverständlich auch noch InternistInnen und NeurologInnen und/oder PsychotherapeutInnen für die Diagnostik und die Therapie bei funktionelle n Stimmstörungen im Hause hinzuziehen.

Die Therapie der funktionelle n Stimmstörungen wird durch moderne diagnostische Verfahren unterstützt und begleitet. Bei Schlaflosigkeit, Nackenverspannungen und Kopfschmerzen bieten wir auch Akupunktur an.  

Funktionelle Stimmstörungen: Die Stimmtherapie setzt sich aus folgenden Inhalten und Schwerpunkten zusammen:

1.   Entwicklung und Rückgewinnung des Körperbewusstseins, um den Körper für die   Stimme als Instrument nutzbar zu machen

2.   Sensibilisierung des Gehörs zur Schulung der auditiven Eigen- und Fremdwahrnehmung

3.   Gesamtkörperlicher Spannungsausgleich und Erarbeitung einer physiologischen Aufrichtung zur Atmungserleichterung und einer ökonomischen Stimmgebung

4.   Wahrnehmung und Regulierung der Atmung (3-teiliger Atemrhythmus) zur Nutzung eines stimmlich ökonomischen Umganges durch Erarbeitung einer costo- abdominalen Atmung

5.   Training des Stimmapparates und der damit in Zusammenhang stehenden Muskulatur

6.   Erarbeitung einer belastbaren und tragfähigen Stimme, (z.B. durch Weitung der Resonanzräume, Erarbeitung entspannter, weicher Stimmeinsätze, etc.)

7.   Arbeit an der Artikulation zur Unterstützung einer physiologischen Stimmgebung

8.   Entwicklung und Erarbeitung der Zusammenhänge zwischen Artikulation, Stimme, Atmung und Haltung

9.   Stimmhygiene  

„Stimme ist die Arbeit an der ganzen Person“ (Gundermann 1987), somit ist die Stimmtherapie bei funktionellen Stimmstörungen für uns nicht nur die Arbeit an stimmlichen Symptomen, sondern bezieht die gesamte Persönlichkeit der PatientInnen mit ein. 

Funktionelle Stimmstörungen: Besonderheiten der Behandlung

Der stationäre Aufenthalt bei funktionelle n Stimmstörungen dauert ca. 3-5 Wochen. Die Inhalte der Stimmtherapie zur Behandlung von funktionelle n Stimmstörungen werden in täglicher Einzel- und Gruppentherapie vermittelt.

Unterstützend bei der Behandlung von funktionelle n Stimmstörungen wirken die Sport-, physikalische und psychologische Therapie im Sinne eines ganzheitlichen Therapieansatzes.

Die PatientInnen mit funktionelle n Stimmstörungen werden dabei angeleitet, eigenverantwortlich zu arbeiten. Dabei ist ein wichtiger Aspekt, gemeinsam mit ihnen Möglichkeiten für ein selbständiges Üben sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu entwickeln bzw. neu erlernte Verhaltensweisen in den Alltag umzusetzen.  

Ziel der stationären Therapie bei der Behandlung von funktionelle n Stimmstörungen ist eine umfassende Rehabilitation der stimmlichen, körperlichen und seelischen Gegebenheiten, sowie das Erlernen des individuellen Umganges mit diesen, um im Berufs- und Lebensalltag den Anforderungen nachgehen zu können.  

Abhängig von den organischen und psychischen Voraussetzungen des Patienten mit funktionelle n Stimmstörungen wird eine Stimme erarbeitet, die den Alltagsbelastungen standhalten soll.

Unser Team leistet dabei Hilfestellung für das Finden realistischer Ziele.  

In der Nachsorge wird beim Finden geeigneter, weiterführender Therapieplätze Unterstützung durch die Therapeuten gewährleistet.  

Wir freuen uns, Sie in unserem Haus begrüßen zu können.  

Ihr Team des Stimm- und Sprachheilzentrum in der Klinik Am Osterbach

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Stimm- und Sprachheilzentrum:

Telefon 05731 159-603
Fax 95731 159-704

Email Luecke@Klinik-am-osterbach.de

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