Die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik, Neurologische Rehabilitation behandelt folgende Erktankungen: Zustand nach Hirnblutungen, Zustand nach Schädel-Hirn-Verletzungen, Zustände nach Operationen an Gehirn und Rückenmark, Zustand nach entzündlichen ZNS-Erkrankungen (Meningitis, Encephalitis), Polyneuropathien, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Guillain-Barré-Syndrom und Systemerkrankungen des ZNS.
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Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik und Geriatrie

Chefarzt:
Dr.med Volker Bachmann
Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie, Zusatzbezeichnung: klinische Geriatrie, Physikalische Therapie, Rehabilitationswesen, Sozialmedizin
Telefon Zentrale 05731 159-0
Telefon Sekretariat 05731 159-713

Indikationen:
Alle neurologischen Erkrankungen, insbesondere Zustand nach Hirninfarkt/-blutung, MS, Morbus Parkinson, GBS, Polyneuropathien, Aphasien und Schluckstörungen. Ängste und Depressionen bei neurologischen Erkrankungen und psychosomatische Beeinträchtigung wie Schwindel, Kopfschmerz, Migräne, Erschöpfungszustände und Somatisierungsstörungen.

Neurologie mit neurologischer Psychosomatik

Im Akutkrankenhaus geht es um die Diagnose einer Krankheit und um Therapiemaßnahmen, die lebensrettend wirken. Wenn der Patient in eine Rehabilitationsklinik kommt, ist die Akutgefährdung vorbei; sehr oft sind aber Behinderungen und Defizite zurückgeblieben, die nur durch eine entsprechende Behandlung gebessert werden können. Diese Ziele lassen sich nur durch eine intensive Therapie erreichen. In unserem Haus stehen Ihnen Therapeuten der verschiedensten Therapierichtungen zur Verfügung, um Ihnen dabei zu helfen. Sehr gerne informieren wir Sie in Gesprächen ausführlich über unsere Leistungen und Möglichkeiten.

Ihr Team von der Klinik am Osterbach

Wir möchten durch unsere Behandlung folgendes erreichen:

  • Die bestmögliche Lebensqualität nach der Rückkehr in die eigenen vier Wände ermöglichen und damit den Übergang zum normalen Leben erleichtern
  • Die verbliebenen Defizite soweit wie möglich verringern Informationen über die Zusammenhänge des Krankheitsgeschehens vermitteln
  • Bei der Entwicklung von Krankheitsbewältigungsstrategien Hilfe anbieten und die Patienten bei der Neugestaltung ihres Alltags mit der Behinderung unterstützen
  • Den Angehörigen bei der Bewältigung dieser neuen Situation helfen

Neurologische Rehabilitation

In der neurologischen Abteilung der Klinik am Osterbach behandeln wir Patienten, die an Krankheiten aus dem gesamten Spektrum der Neurologie leiden. Im Wesentlichen handelt es sich um Durchblutungsstörungen (Schlaganfall) und Blutungen des Gehirns, um chronisch degenerative sowie entzündliche Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems (Multiple Sklerose, Zustand nach Hirnhautentzündung, Morbus Parkinson) und um Nervenschädigungen nach Unfällen und Bandscheibenvorfällen. Viele dieser neurologischen Erkrankungen verlaufen chronisch und führen zu bleibenden oder zunehmenden Behinderungen. Die Rehabilitation spielt bei diesen Krankheiten eine ganz entscheidende Rolle, um die Behinderung so gering wie möglich zu halten oder um eine weitgehende Rückgewinnung der Normalfunktionen zu ermöglichen. Wir wollen unseren Patienten helfen, trotz der Erkrankung im Rahmen ihrer Möglichkeiten und abhängig von dem Schweregrad der Erkrankung so selbständig wie möglich zu leben. Die konkreten Ziele sprechen unsere Therapeuten mit Ihnen zu Beginn der Rehabilitationsbehandlung ab. Es geht um Wiederherstellung oder Verbesserung der körperlichen und seelischen Gesundheit, Hilfe zur Selbständigkeit, Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung und um Selbsthilfetraining.

Die konkrete Zielsetzung ist breit gefächert und hängt von der Schwere der Erkrankung ab: So kann bei einem Patienten das Ziel sein, dass er lernt, sich alleine anzukleiden und allein in seiner Wohnung zu leben. In einem anderen Fall kann die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben das angestrebte Ziel der Behandlung sein.


Folgende Erkrankungen können wir behandeln:

Alle Erkrankungen des zentralen Nervensystems insbesondere:

  • Zustand nach Hirnblutungen
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Zustände nach Operationen an Gehirn und Rückenmark
  • Zustand nach entzündlichen
  • ZNS-Erkrankungen (Meningitis, Encephalitis)
  • Polyneuropathien
  • Multiple Sklerose
  • Morbus Parkinson
  • Guillain-Barré-Syndrom
  • Systemerkrankungen des ZNS

Angehörigenseminar

Gerade für die Partner von schwererkrankten Patienten kommt es oft zu erheblichen Veränderungen im Lebensalltag. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme zu ihnen gehört deshalb für uns zur Betreuung des Patienten. Wir informieren die Angehörigen über das Krankheitsbild und dessen Auswirkungen und führen ein Seminar für Partner oder Kinder schwer betroffener Patienten durch. Hier erfahren die Angehörigen, wie sie nach dem Klinikaufenthalt am besten mit dem Patienten umgehen können und welche Hilfsmittelversorgung möglich ist. Begleitpersonen können in der Klinik wohnen und an den Therapien teilnehmen.

Neurologische Psychosomatik

In der Abteilung für Neurologische Psychosomatik steht die psychische Situation des Patienten im Vordergrund. Die Sichtweise ist aber nicht allein auf die psychischen Symptome beschränkt. In einer Atmosphäre, die von Achtung und Respekt vor der Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit des Patienten bestimmt ist, werden Organschäden ebenso diagnostiziert und entsprechend behandelt.

In der Psychotherapie wird dem Patienten Hilfe angeboten, seine Symptome aus anderen Blickwinkeln zu sehen und andere Sichtweisen zu erkennen, um ihm damit die Möglichkeit zur Veränderung zu geben. Grundsätzliches Ziel der Therapie sind sozialverträgliche Selbstverwirklichung und Wachstum der Person.

In unserer Abteilung für Neurologische Psychosomatik werden Patienten behandelt, die unter folgenden Diagnosen leiden:

  • depressive Reaktionen, Erschöpfungszustände oder vegetative Dysregulationen bei gleichzeitig bestehenden organischen und speziell neurologischen Erkrankungen
  • Somatisierungsstörungen
  • chronische Schmerzsyndrome, für die es keine ausreichende somatische Erklärung gibt (LWS-Syndrom, HWS-Syndrom, Fibromyalgie)
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Konversionsstörungen
  • Schwindelerkrankungen, insbesondere phobischer Schwankschwindel
  • somato-psychische Erkrankungen (organische Erkrankungen, die zu psychischen Veränderungen geführt haben z. B. bei MS)

Grundlage unserer Behandlung ist ein ganzheitlicher Ansatz, in dem der Mensch in seiner leiblich-seelischen Einheit und im Rahmen seiner sozialen Beziehung gesehen wird. Die Behandlung richtet sich nach tiefenpsychologischen Erkenntnissen - zum Teil werden auch verhaltenstherapeutische Verfahren angewandt - und wird in Einzel- und Gruppentherapien durchgeführt. In dieses Rahmenkonzept sind auch kreativ-therapeutische Verfahren und verschiedene Entspannungsformen integriert.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von psychischen Problemen bei Patienten mit chronischen Schmerzzuständen (Rückenschmerzen, Kopfschmerzen), in der Behandlung von Schwindelerkrankungen, die hier im Hause neurologisch und HNO-ärztlich abgeklärt werden können und in der Behandlung von psychischen Problemen bei Patienten mit einer primär neurologischen Grunderkrankung (z. B. bei Patienten mit Depressionen nach Schlaganfall oder mit Problemen bei der Verarbeitung von Krankheiten wie MS, Epilepsie oder Morbus Parkinson).

Mit unserer neurologischen Abteilung verfügen wir über die notwendige Infrastruktur, um ein somatisch-orientiertes Therapieangebot mit Krankengymnastik, Ergotherapie, Sprachtherapie, Hirnleistungstraining etc. anbieten zu können. Unsere psychotherapeutische Aufgabe sehen wir darin, den Patienten zu stärken und ihm Hilfestellung bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien (Copingstrategien) zu geben, damit er in seinem Leben oder mit seiner Krankheit besser zurecht kommt und ein seinen Möglichkeiten entsprechendes aktives Leben führen kann. Neben dem Herausarbeiten der psycho-dynamischen Zusammenhänge sind weitere Ziele unserer Therapie:

  • emotionale Unterstützung des Patienten
  • Hilfe beim Erkennen von typischen Konfliktverarbeitungsmustern und Klärung
  • von psychischen Konflikten
  • Verbesserung von sozial-kommunikativer Kompetenz
  • Förderung einer angemessenen Autonomie und Verminderung krankhafter Abhängigkeiten
  • Wiederherstellung oder Erhaltung der persönlichen und /oder beruflichen Leistungsfähigkeit

Gesundheitstraining

Neben der somatischen Behandlung mit unterschiedlichen Therapien bieten wir Ihnen Psychotherapien aus folgenden Bereichen an:

  • Psychologische Einzelgespräche
  • Gesprächsgruppentherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Stressbewältigung
  • Krankheitsbewältigung
  • Rückenschule
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelrelaxation
  • Phantasiereisen
  • Gestaltungsgruppe für Aphasiker
  • Qi Gong
  • Bewegungsschulung
  • Gesundheitsschulungen
  • Chefarzt
    Chefarzt der Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik

Abteilung für Geriatrie

Warum geriatrische Rehabilitation ?

Auch ältere Menschen sollen nach einem Unfall oder einer akuten Krankheit wieder so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben und aktiv am sozialen Leben teilnehmen können. Das übergeordnete Rehabilitationsziel besteht in einer Wiedergewinnung oder Verbesserung der Selbständigkeit und dem Erhalt von Alltagskompetenzen, um eine Rückkehr in die häusliche Umgebung zu ermöglichen und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Häufig liegen mehrere behandlungsbedürftige Krankheiten gleichzeitig vor, besondere altersbedingte Organveränderungen, Lebensumstände und Lebensgewohnheiten sind zu beachten. Ältere Patienten besitzen oft eine geringere körperliche, psychische und geistige Belastbarkeit, benötigen mehr Pausen und sind stärker auf Hilfe angewiesen. Darauf ist unsere speziell ausgestattete Klinik mit ihrem differenzierten Rehabilitationsangebot ausgerichtet.

Wir behandeln nach einem ganzheitlichen

Therapiekonzept in einem interdiziplinären Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal. Individuelle alltagsrelevante Therapieziele, eine aktivierende Pflege und die Einbeziehung der Angehörigen stehen bei uns im Vordergrund.

Für wen ist unsere geriatrische Abteilung geeignet ?

Für ältere Menschen über 60 Jahre mit eingeschränkter Belastbarkeit, Mobilität und Selbsthilfefähigkeit z. B. nach akuten (internistischen) Erkrankungen oder Operationen an inneren Organen, Wirbelsäule, Bandscheiben sowie Ersatz von Hüft- und Kniegelenken, sobald eine akutmedizinische Behandlung nicht mehr erforderlich ist. Die gleichzeitige Behandlung von mehreren alterstypischen Störungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Seh- und Hörminderung, Gelenkveränderungen, Osteoporose, Schmerzen, cerebralen Durchblutungsstörungen, Schwindel und Sturzfolgen ist möglich.

Ein Schwerpunkt liegt auf neuro-geriatrischen Krankheitsbildern (z. B. Gangstörungen, Wirbelsäulenleiden, Polyneuropathien) oder Kombinationen aus vorbestehenden neurologischen und anderen akuten Erkrankungen. Begleitende Depressionen, beginnende Demenzen und leichte Verwirrtheitszustände werden mitbehandelt.

Voraussetzungen:

  • Reha-Bedarf und positive Reha-Prognose
  • stabile Herz-/Kreislaufverhältnisse
  • Aufnahme von Nahrung, Flüssigkeit und Medikamenten muss sichergestellt sein
  • ausreichende körperliche und psychische Belastbarkeit für ein angepasstes Therapieprogramm zumindest Übungsstabilität von Frakturen
  • (weitgehend) abgeschlossene Wundheilung

Ausschlusskriterien:

  • schwere Demenz
  • Verwirrtheit mit Weglauftendenz
  • akute Suchterkrankung
  • ausgedehnte Dekubitalulcera
  • fehlende Zustimmung oder Motivation des Patienten Vordringlichkeit einer fachspezifischen Rehabilitation (z. B. neurologische Frühreha nach Schlaganfall)
  • präfinale Zustände mit kurzfristig zu erwartendem Lebensende

Diagnostik

Laboruntersuchungen, EKG, Langzeit - EKG, Langzeitblutdruckmessung, Elektrophysiologie, Screening auf Schlaf-Apnoe-Syndrom, Ultraschalluntersuchung innerer Organe und Blutgefäße, Audiometrie, EEG, Lungenfunktionstestung, neurootologische Untersuchung, transnasale endoskopische Schluckdiagnostik, neuropsychologische Diagnostik zur Abklärung von Demenzen und Fahreignung.

Therapiemöglichkeiten

Physiotherapie

Einzeltherapie / Kleingruppen, Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis Gangschulung/ Laufbandtherapie, Sturzprophylaxe Bewegungstherapie am MOTO med Bewegungstherapie im Bewegungsbad, altersgerechte Sporttherapie

Ergotherapie

Einzeltherapie / Kleingruppen, Training der Beweglichkeit und Sensibilität, Wasch- und Anziehtraining, Küchen-/Haushaltstraining in der Übungsküche, Hirnleistungstraining, Handwerklich – gestalterische Therapie, Hilfsmittelerprobung und -verordnung

Physikalische Therapie

medizinische Bäder, Massagen, Packungen, Elektrotherapie,

Logopädie

Einzel- und / oder Gruppentherapie

- bei Sprach-/ Sprechstörungen, Schluckstörungen

Psychologie

Hilfe zur Krankheitsverarbeitung

Entspannungstherapie, Neuropsychologie, Gedächtnistraining

Ernährungsberatung

Individuelle Ernährungsberatung, Gesundheitsvorträge zu Ernährungsfragen praktische Kochveranstaltungen in der Lehrküche

Sozialdienst

Beratung von Patienten und Angehörigen Sicherstellung der weiteren Versorgung

Wer bezahlt die geriatrische Rehabilitation ?

Auch ältere Menschen haben einen Anspruch auf Rehabilitation. Kostenträger sind meistens die gesetzlichen Krankenkassen. Auch privat Versicherte und Selbstzahler können aufgenommen werden. Die Aufnahme von Begleitpersonen ist nach Absprache möglich.

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