Die Klinik am Osterbach Bad Oeynhausen ist eine Klinik für Anschlussheilbehandlungen, AHB: Phase D und Postprimäre Rehabilitation, PPR: Phase C. Es gibt die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik, Abteilung für Psychotherapeutische Medizin und eine Fachabteilung für Tinnitus im Stimm- und Sprachheilzentrum.
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Psychogene Dysphonie

Bei der Psychogene n Dysphonie handelt es sich um eine psychogene Heiserkeit, d.h. die Stimmstörung wird nicht durch eine übermäßige Sprechbelastung sondern durch psychogene Faktoren ausgelöst.  

Die Ursachen für eine Psychogene Dysphonie können sehr unterschiedlich sein. Hierzu einige Beispiele: 

  • Psychische Belastungen (z. B. unverarbeitete Trauer)
  • Stresssituationen                                       
  • Mobbing
  • Unverarbeitete Schreck- und Schockerlebnisse (auch nach vielen Jahren sind Symptome möglich)
  • Unbewusste Konflikte und Neurosen
  • Depressionen 

Folgende Symptome weisen auf eine Psychogene Dysphonie hin: 

  • Heiserkeit, die nicht im Zusammenhang mit einer Sprechbelastung steht
  • Stark wechselnder Stimmklang von gepresst bis verhaucht
  • Die Stimme verschlechtert sich, wenn belastende Faktoren angesprochen werden (z.B. berufliche oder familiäre Situation)
  • Trotz Heiserkeit ist ein stimmhaftes Husten möglich 

Von einer Psychogene n Dysphonie sind Frauen häufiger betroffen als Männer. 

Eine Psychogene Dysphonie kann durch eine ärztliche Untersuchung bei einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Phoniatrie (Facharzt für Stimmerkrankungen) festgestellt werden. Bei der Kehlkopfspiegelung ist ein fehlender Stimmlippenschluss bei Stimmgebung auffällig. Weiterhin ist trotz behauchter oder heiserer Stimme ein stimmhaftes Husten möglich und der Stimmklang kann sich gegebenenfalls bei einem Vertäuben der Ohren normalisieren.

Die Therapie einer Psychogene n Dysphonie erfolgt durch eine logopädische Behandlung und durch psychotherapeutische Gespräche. 

Die Inhalte der logopädischen Stimmtherapie umfassen aufklärende Gespräche über die Zusammenhänge zwischen Stimme und Psyche, Entspannungsübungen, die Schulung und Wahrnehmung der Atmung und des Körpers, Hörtraining sowie das Anbahnen einer ökonomischen Atem- und Stimmtechnik. Gute Heilerfolge von Psychogenen Stimmerkrankungen haben sich gezeigt durch die Kopplung von Funktionaler Stimmarbeit mit psychotherapeutischen Methoden. 

Die von einem Arzt für Phoniatrie/HNO-Heilkunde eingeleitete Therapie erfolgt durch Stimmtherapeuten wie Logopäden und Atem-, Sprech- und Stimmlehrer und wird zunächst ambulant durchgeführt neben der begleitenden Psychotherapie. Sollte sich nach maximal 20 ambulanten logopädischen Therapieeinheiten keine wesentliche Besserung eingestellt haben, ist eine stationäre Stimmheilmaßnahme in einem Stimm- und Sprachheilzentrum anzuraten.

Bei einer Stimmheilmaßnahme ist der Abstand von der Alltagssituation therapeutisch bedeutsam neben dem wichtigen Austausch mit Mitbetroffenen. Zusätzlich zu der logopädischen Therapie werden Möglichkeiten allgemeinkörperlicher Tonusregulierung über Sport- und Physiotherapie, der Möglichkeit der Problembearbeitung über kognitiv verhaltenstherapeutisch psychologische Therapie angeboten. Diese stationäre Therapie wird ganzheitlich ausgeübt und so dem biopsychosozialen Charakter der Krankheit gerecht. 

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ihr Team des Stimm- und Sprachheilzentrum in der Klinik Am Osterbach

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Stimm- und Sprachheilzentrum:

Telefon 05731 159-603
Fax 95731 159-704

Email Luecke@Klinik-am-osterbach.de

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