Symptomatik, Diagnostik und Therapie. Das Restless-legs-syndrom (RLS) ist ein häufiges neurologisches Syndrom, welches durch einen vor allem nachts in Ruhe auftretenden unangenehmen Bewegungsdrang der Beine charakterisiert ist.  Folgende typische Kriterien führen zur Diagnose des Restless-legs-syndrom: Die Klinik am Osterbach Bad Oeynhausen ist eine Klinik für Anschlussheilbehandlungen, AHB: Phase D und Postprimäre Rehabilitation, PPR: Phase C. Es gibt die Abteilung für Neurologie mit neurologischer Psychosomatik, Abteilung für Psychotherapeutische Medizin und eine Fachabteilung für Tinnitus im Stimm- und Sprachheilzentrum.
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Restless-Legs-Syndrom

Symptomatik, Diagnostik und Therapie 

Das Restless-legs-syndrom (RLS) ist ein häufiges neurologisches Syndrom, welches durch einen vor allem nachts in Ruhe auftretenden unangenehmen Bewegungsdrang der Beine charakterisiert ist.  

Folgende typische Kriterien führen zur Diagnose des Restless-legs-syndrom:

  • Bewegungsdrang der Beine, meist mit Missempfindungen assoziiert, es können auch die Arme betroffen sein.
  • Auftreten oder Zunahme von Bewegungsdrang und Missempfindungen in Ruhe, etwa im Liegen oder Sitzen.
  • Partielle oder vollständige Linderung von Bewegungsdrang und Missempfindung durch Bewegung.
  • Bewegungsdrang und Missempfindungen sind abends und nachts stärker als am Tag oder treten ausschließlich abends oder nachts auf.

An Zusatzkriterien beim Restless-legs-Syndrom zeigen sich häufig Ein- und Durchschlafstörungen sowie nachfolgende Tagesmüdigkeit und Erschöpfung. 

Man unterscheidet zwischen einer idiopathischen und symptomatischen Form.

Die symptomatische Form beim Restless-legs-Syndrom tritt u. a. bei folgenden Erkrankungen auf: Urämie, Eisenmangel, Arthritis oder im Rahmen einer Schwangerschaft. Die idiopathische Form bildet sich nach der Entbindung meist spontan zurück und Bedarf keiner spezifischen Therapie. Die Behandlung der symptomatischen Form erfolgt ansonsten durch die Behandlung der Grunderkrankung.  

Bei der idiopathischen Form findet sich häufig eine positive Familienanamnese. Bei dieser Form stellt sich die Indikation zur Therapie aus dem subjektiven Leidensdruck, insbesondere aus dem Ausmaß der Schlafstörung. Es ist zunächst zu klären, ob Substanzen eingenommen werden, die ein Restless-legs-Syndrom verstärken oder auslösen können und die zu Beginn der Behandlung nach Möglichkeit abzusetzen sind.

L-Dopa/Benceracid in der Standard- und Retardform ist derzeit in Deutschland als einzige Substanz für die Behandlung des Restless-legs-Syndroms zugelassen. Dopaminagonisten stellen eine alternative effektive und insgesamt gut verträgliche Behandlungsmöglichkeit dar, stehen jedoch noch in der klinischen Prüfung. Bei unzureichendem Ansprechen auf Dopaminergika können Opioide versucht werden, alternativ kommt Carbamazepin oder Gabapentin in Betracht. In Einzelfällen können kurzwirksame Benzodiazepine indiziert sein, vor allen Dingen dann, wenn unter Dopaminergika-Therapie nachts eine eher aktivierende Wirkung bei gleichzeitiger Reduktion der Restless-legs-Syndrom Beschwerden auftritt.

Besonders hin zu weisen ist auf das Phänomen der „Augmentation“. Darunter versteht man eine Zunahme der Intensität der Beschwerden, eine Ausbreitung der Symptome auf andere Körperpartien wie z. B. die Arme und auch ein Auftreten zu früheren Uhrzeiten wie nachmittags oder selten auch schon am Vormittag. In diesem Fall ist relativ früh die Indikation zur Gabe von Dopaminagonisten zu stellen, da diese eine deutlich längere Halbwertszeit als L-Dopa haben. 

Der Verlauf ist häufig zunächst fluktuierend, später kontinuierlich progredient, spontane Remissionen sind selten, eine Therapie ist oft lebenslang erforderlich. 

Neben der medikamentösen Therapie beim Restless-legs-Syndrom ist es auch sinnvoll, Kontakte mit Selbsthilfegruppen aufzunehmen. Nähere Informationen gibt es bei:

  Deutsche Restless legs Vereinigung, Schillerstr. 3 a, 80336 München

Wir freuen uns, Sie in unserem Haus begrüßen zu können.

Ihr Team der Klinik am Osterbach

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Neurologie:

Telefon 05731 159-713
Fax 95731 159-704

Email Knauf@klinik-am-osterbach.de

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